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IUSIMPRESA - Bibliographische Datenbank für Wirtschaftsrecht
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Presseberichte Presseberichte - Detail des Artikel [Druckt diese seite]
www.altalex.com - 26/10/2003
Giuseppe Sidella
http://www.altalex.com


Am 23.10.2003 fand im Unternehmerviertel in Tarent der Kongress mit dem Thema "Vom Papier zum Bit in der Informationsgesellschaft" statt, der von der AGAP (Gesellschaft Junger Anwälte von Apulien) in Zusammenarbeit mit der Anwaltskammer von Tarent organisiert wurde, um aktuelle Themen rund um die Ausbreitung von Internet in Gesellschaft und in Gesetzgebung zu diskutieren.

Am Treffen nahmen qualifizierte Fachleute sowie mehrere Vertreter öffentlicher Ämter teil, darunter der Bürgermeister von Tarent (Rossana Di Bello), der Präsident des dortigen Gemeinderats (Pietro Pastore), der Präsident der Anwaltskammer von Tarent (Egidio Albanese), der Präsident der Gerichtsschule (Vincenzo Di Maggio), der Präsident der Handelsexperten (Antonello Presta), der apulische Regionalrat (Donato Salinari), der Präsident des Lecceser Gemeinderats (Stefano Ciardo) und der Präsident des Gemeinderats von Bari (Costantino Monteleone).

An der Vormittagssitzung, die von Ernesto Cianciola, Professor für Rechtsinformatik an der Universität Bari, moderiert wurde, trug Anwalt Andrea Lisi, Vizepräsident des Forschungszentrums "Scint", die verschiedenen rechtlichen Probleme vor, die im Zusammenhang mit nationalen und übernationalen telematischen Verträgen zu lösen sind. Er stellte insbesondere die Frage nach der Gültigkeit des telematischen Vertrags, nach der rechtlichen Anrechenbarkeit der über Internet kundgegebenen Willenserklärung, ferner nach dem Ort und der Zeit des Vertragsschlusses, nach dem anwendbaren Recht und dem zuständigen Gericht – wobei verschiedene Bereiche des internationalen Privatrechts angesprochen wurden.

Anwalt Fulvio Sarzana di Sant'Ippolito, ein bekannter Publizist und Dozent an der LUMSA, erörterte die Anwendungsformen der Informatik im juristischen Bereich, insbesondere in den on-line Zwangsauktionen, und stellte dabei das vom Ministerausschuss für die Informationsgesellschaft gestartete Projekt vor. Dieses Projekt wird vom Minister Stanca koordiniert und nimmt sich vor, im Zusammenhang mit der Einführung der digitalen Innovationen in Italien die Prozeduren zu vereinfachen und die Teilnahme der Bürger an den Zwangsauktionen zu erleichtern.
Ziel ist, die Zeiten von durchschnittlich 5½ Jahren auf durschschnittlich 2½ Jahre zu verkürzen, wobei die Durschsichtigkeit verbessert und die Kosten vermindert werden sollen, um den Verkaufspreis der Immobilien dem Marktpreis anzugleichen.
Während des ersten Jahres soll die neue Methode von einigen Pilotgerichten angewendet, dann nach und nach von allen Gerichten übernommen werden.

Den letzten Beitrag stellte Giorgio Mantovano(www.studiomantovano.it) vor, Handelsexperter und Autor verschiedener Publikationen sowie Verantwortlicher der Webseite www.iusimpresa.com, einer bibliographischen Datenbank für europäisches Wirtschaftsrecht in fünf Sprachen (Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Deutsch).

Das Portal ist bereits von Benutzern aus 35 Ländern der Welt besucht worden und bietet kostenlos alle bibliographischen Angaben zu Artikeln und Kommentaren von Rechtssprüchen ab Januar 2001. Es gibt ferner Zugang zu Monographien (mit Inhaltsangabe und/oder Zusammenfassung) von über hundert italienischen und ausländischen Verlagen.

Das Portal ist ein nützliches Instrument für Studenten, Anwälte, Forscher, Handelsexperten und alle jene, die sich für Writschaftsrecht interessieren.

Besonders interessant ist dabei die Mehrsprachigkeit, dank der sozusagen eine Verbindungsbrücke zwischen die verschiedenen Forschungsgemeinschaften geschlagen wird.

Ein mehrsprachiges Stichwortsystem gibt Zugang zu den zahlreichen Texten unabhängig von deren Sprache.

Das ist mit der Grund, warum bereits Besucher aus so fernen Ländern wie Brasilien, Japan, Vietnam, Polen, Kanada, Venezuela, Deutschland, Irland, England, Amerika, Frankreich usw. registriert wurden.

Unterstützer dieser außerordentlichen Initiative sind:
- dasCerti von der Handelsuniversität Luigi Bocconi Mailand;
- die Vereinigung der italienischen Handelskammern;
- die Universität Lecce;
- das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland;
- die Fakultät für Jurisprudenz der Freien Universität Barcellona;
- die argentinische Zeitschrift www.derechoybanca.com;
- die Stiftung Tagliacarne der Unioncamere;
- die Gemeinde Lecce;
- das Zentrum für Rechtsinformatik Bari;
- die Gewerkschaft der Anwälte in Bari.

Der zweite Teil der Tagung begann unter der Leitung von Anwalt Giuseppe Sidella, Direktor des Observatoriums des Forschungszentrums für Informatik in Tarent, mit dem Vortrag von Stefano Arbia, Beamter des CNIPA (Nationales Amt für Informatik in der öffentlichen Verwaltung).

Er sprach die praktischen und rechtlichen Aspekte der digitalen Unterschrift an, die vom am 17. Juni 2003 im G.U. veröffentlichten und am 2. Juli 2003 in Kraft getretenen DPR vom 7. April 2003 Nr. 137 geregelt wird und einige Artikel des vorangehenden DPR 445/2000 ersetzt hat. Im Vortrag kamen auch kriptographische Aspekte zur Sprache, die allen digitalen Unterschriften absoluten Schutz gewährleisten.

Darauf beschrieb Anwalt Massimo Melica (Präsident des Forschungszentrums für Rechtsinformatik in Bari sowie Mitglied der Kommission für Informatik des Nationalen Gerichtsrats und Mitglied des Komités für telematische Gerichtsverhandlungen beim Justizministerium in Mailand) das kürzlich in Palermo unterzeichnete Übereinkommen zwischen CNF und Anwaltskammer bzw. Actalis (einer Certification Authority) und DCS (Gesellschaft für Planung, Ausarbeitung und Verwaltung von Zertifizierungssystemen und –dienstleistungen und für digitale Unterschrift). Ziel dieser Übereinkunft ist die Realisierung eines sicheren Intranets sowie die breitgefächerte Einführung der digitalen Unterschrift.
In Zukunft wird es möglich sein, alle vom telematischen Verfahren vorgesehenen Handlungen, Steuereintreibung inbegriffen, on-line auszuführen. Ferner wird es möglich sein, in völliger Sicherheit Dokumente und Informationen telematisch zu senden.
Dank der von Actalis gebotenen technischen Infrastruktur wird der Nationale Gerichtsrat von der Abteilung für Innovationen und Technologien der Leitstelle des Ministerrats die nötige Anerkennung als akkreditierter Bescheiniger erhalten und die Möglichkeit haben, Anwälten und Staatsanwälten über den lokalen Ordensrat, bei dem sie eingeschrieben sind, qualifizierte Bescheinigungen auszustellen. In der Anfangsphase wird das System bei 7 Gerichtshöfen geprüft.

Der Abschlussvortrag wurde von Anwältin Barbara Gualtieri, Leiterin des Observatoriums des Forschungszentrums für Rechtsinformatik in Florenz sowie Verantwortliche der Rechtsabteilung des Forschungszentrums für Multimediale Sprache an der Unviersität Florenz, vorgetragen.

Thema der Rede war die Kontrolle der Kommunikationen und die Vertraulichkeit im Bereich der strafrechtlichen Untersuchungen, sowohl für das ordentliche als auch für das jugendliche Strafverfahren, wobei es auch um Tabulate, Aufzeichnungen, Abhörungen, Durchsuchungen, Beschlagnahmung digitalen Materials, Speicherung von Daten usw. ging. Besonders hervorgehoben wurden Zweifel und Fragen um die verfassungsmäßige Legitimität in Hinsicht auf die Vertraulichkeit der Daten der Untersuchungshäftlinge.


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